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Costa del Sol Gibraltar

 

Yes, we are british! 30.000 Menschen drängen sich auf und um The Rock, so nennen die Briten gerne ihr Gibraltar. Seit 1704, als sie es im Spanischen Erbfolgekrieg handstreichartig eroberte, hat die englische Krone dort das Sagen.

Sie kontrolliert von hier aus bis heute die Straße von Gibraltar, eine der meistbefahrenen Schifffahrtsstraßen der Welt. Das ärgert die Spanier, und so sorgen sie dafür, dass die Aus- und Einreise nicht gerade flüssig läuft, die Kontrollen können schikanös sein. Reisepass oder Ausweis ist nicht zu vergessen.

In Gibraltar bewegt man sich am besten mit Bussen und Taxen, d.h. man parkt den Wagen vor der Grenze in La Línea, sofern man nicht von einem Touristikunternehmen gebracht wird. Zahlungsmittel ist das Gibraltar-Pfund (Code GIP), aber auch EURO werden akzeptiert.

Der Felsen galt in der antiken Mythologie als eine der Säulen des Herkules - die zweite Säule ragt gegenüber in Marokko als Djebel Musa über Ceuta empor. Gibraltar hieß bis 711 Calpe, danach wurde es nach dem hier gelandeten arabischen Feldherrn Djebel al-Tariq (Berg des Tariq) benannt, der mit seinem Sieg über die Westgoten das Eindringen der Mauren im 8. Jahrhundert. ermöglichte.

Heute fahren Besucher der Costa del Sol auf die felsige Landzunge gegenüber von Afrika, einfach um sie mal zu erleben oder zum Einkaufen, da manches preiswerter weil steuerfrei ist. Elektronische Geräte, Tabakwaren oder Alkoholika der bekanntesten Art sind solche Einkaufs-Trophäen. Bei Elektronik in den meist von Indern und Pakistani betriebenen Shops sollte man ruhig mal ein Auge darauf werfen, auch wirklich Originalware zu erstehen.

Auch heimwehkranke Engländer genehmigen sich dort ein Pint Lager oder Guinness in einem Pub, kaufen britische Lebensmittel ein, oder haben einfach Heimweh nach diesem kosmo-politischen Mix, den sie aus ihrer Heimat kennen. Auf der Main Street begegnet er ihnen in seinem kolonialen Empire-Gepräge.

Die britische Kronkolonie regiert sich selbst in allen Belangen des Inneren. Wirtschaftlich bedeutend sind der Tourismus, der Handelshafen und natürlich Offshore Banking.

Was da sehenswert ist? Gute Frage. Der gewaltige Felsen ist beinahe 5 km lang, 1,5 km breit und 425 Meter hoch und über eine Landzunge mit dem Festland verbunden. Auf Spanisch heißt er El Peñon, am Apes’ Rock ärgern einige Berberaffen die Besucher, die Aussicht ist genial, und die Stadt zu seinen Füßen zeichnet sich durch ein durchaus britisches Gepräge auch in der Architektur aus. Die Hauptstraße hat etwas von einem Basar, und die dicken Mauern, die die Stadt umgeben, zeigen, dass Gibraltar bis heute eine Festung geblieben ist. Weitere Sehenswürdigkeiten:

Kathedrale Am Cathedral Square steht die 1821 im maurischen Stil erbaute protestantische Kathedrale in unmittelbarer Nähe zur katholischen Kathedrale im gotischen Stil.

Upper Galleries Oberhalb des Kastells liegen die Upper Galleries (Queens Road), die 1779 – 1783 aus dem Fels gehauen wurden.

Highest Point Das gigantische Felsplateau erreicht man entweder zu Fuß (anstrengend!), mit einer Seilbahn oder für 25 Euro mit einem einheimischen Taxifahrer im Minibus (sehr empfehlenswert). Der zeigt und erklärt einem geneigten Touristen auch gleich alles, was es auf dem und im Felsen zu sehen gibt: die Tropfsteinhöhlen St. Michael's Cave, The Siege – ein Tunnel vollgestopft mit Kanonen oder das Herkules Plateau mit atemberaubendem Blick nach Marokko.

Europa Road Die Höhenstraße im Süden der Landzunge ab Alameda bietet immer wieder herrliche Ausblicke über die Straße von Gibraltar, vor allem am Europa Point.