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Der Frühling
ist meist schon angenehm warm und lässt ab April die
Natur übermütig werden. In einem Farbenrausch erblüht an
der Küste dann die subtropische und tropische Flora. Es
ist die vielleicht schönste Zeit über Land zu fahren,
wenn im Mai die Wiesen und Berghänge mit Millionen
Wildblumen eine verschwenderisch ausgestattete
Farbpalette sind.
Der Sommer
an der Costa bleibt sicher jedem unvergessen. Wenn
die Tageshitze durch die Brise vom Mittelmeer gelindert
wird. Wenn die warmen Abende nach draußen locken,
Straßen und Plätze bis tief in die Nacht zu einem
einzigen Freiluftrestaurant werden. Wenn in
extravaganten Beach Clubs die Parties kein Ende nehmen,
Feuerwerke die Nächte zu einem Spektakel machen,
Jasmindüfte durch stille tropische Gärten schweben.
Wenn die ganze Costa ihren Sommer feiert, einen Sommer, wie kaum irgendwo noch einmal in Europa. Oder auf der Welt. Übrigens: Im Raum Marbella werden 35 Grad im Schatten im heißesten Monat August selten überschritten, heißer ist es an der Küste vor allem im Raum Málaga.
Der Herbst
bringt die Ruhe zurück, das gelassene Leben des
Südens. Oft bis in den November hinein können es mittags
noch 25 Grad im Schatten werden. Auch dieses besondere,
leuchtende Licht und diese klare Luft, bei der man
drüben, auf der anderen Seite des Mittelmeeres, abends
die Lichter Marokkos glimmen sieht bringt der November.
Dann riecht die Luft am Ende des Tages oft schon würzig
nach Rauch, der aus den Kaminen steigt, wenn in den
Häusern die Gemütlichkeit Einzug hält, und die
Holzscheite im Feuer knistern.
Der Winter
an der Costa del Sol hat mit derselben Jahreszeit in
Deutschland, Österreich, Holland oder England nichts
gemein. Es ist die Zeit der Olivenernte, und Frost an
der Küste ein Fremdwort, im Binnenland aber ist es nun
oft knackig kalt.
Schnee kennt man an der Costa nur von Ferne, manchmal, wenn die Spitzen der Kordilleren mit frischem Schnee gezuckert sind. Oder, wenn man nach nur knapp zwei Stunden Fahrt in der Sierra Nevada auf über dreitausend Metern die Hänge per Ski hinab wedelt.
An den Stränden sonnen sich zur selben Zeit Einheimische und Besucher in der Mittagssonne und genießen die ruhige Jahreszeit. Selbst lunchen kann man im Dezember, Januar oder Februar oft im Freien. Und vom Strandrestaurant, einem Chiringuito, verwegenen blassen Nordlichtern zuschauen, die sich im Mittelmeer erfrischen.
Winter heißt hier vor allem, dass es regnen kann, mitunter auch tropisch heftig und gleich für mehrere Tage, manchmal Wochen, doch alles in allem hat diese Jahreszeit ihre besonderen Reize. Die Lichtfülle ist überwältigend, die Sonnenuntergänge sind jetzt besonders farbenprächtig und können sehr spektakulär sein.
Auch die Bougainvillea beleben mit ihren leuchtenden Blütenfarben in Pink, Rot, Orange das Winterbild, und die Mandelblüte macht aus dem Land duftige, magische Orte in sanftem Weiß und Rosé. Nachts kann es frisch werden, doch alles in allem ist der Winter recht angenehm, mild eben. Und das nutzen viele Nordlichter und kommen um zu überwintern.